Astrofotografie / DeepSky

Auch in diesem Bereich arbeitete ich lange mit grundsätzlich ganz normalen Nikon-Kameras und den normalen Objektiven.

Jedoch ist bei meiner "Astro"-Kamera der Infrarotfilter ausgebaut worden. So kann ich nun die teils intensiven Rotanteile vieler Emissionsnebel etc. besser aufnehmen und abbilden.

 

Aktuell habe ich mich nun dafür entschieden, mich zu spezialisieren und habe mir dazu ein grosses Teleskop mit einem Meter Brennweite entschieden. Dazu natürlich eine grössere Montierung für die Nachführung sowie einige weitere elektronische Helferlein um die Bilder klar abbilden zu können :-)

 

Da sich die Erde je bekanntlich dreht, braucht man bei dieser Fotografie eine Nachführung, auch Montierung genannt. Das heisst, ein Gerät das die Erddrehung ausgleicht, so dass die Kamera immer den selben Punkt am Himmel im Visier hat.

 

...und jetzt wird es kompliziert....

...ja genau, trotz zum Teil fast 200 Fotos in einer Astronacht, ergibt das im Endeffekt eigentlich nur ein endgültiges Foto.

Wenn ich nun 60 Fotos mache, jeweils mit einer Belichtungszeit von 2 Minuten, dann habe ich, wenn ich Zuhause die Fotos übereinander rechne, 120 min Licht gesammelt.

 

Dazu kommen dann noch drei  Serien von Spezialaufnahmen um verschiedene Arten von Rauschen aus dem Bild zu rechnen.:

 

- jeweils 30 "Dark-Frames" um die Hotpixels und das Kamerarauschen aus dem Bild zu rechnen.

- jeweils 30 "Bias-Frames" um das elektronische Hintergrundraschen des Sensors aus dem Bild zu rechnen.

- und jeweils 15 "Flatframes" um die Vignetierung und Verschmutzung auf der Linse/Sensor herauszurechnen.

 

Mittels dem Spezialprogramm, Pixinsight (PI), werden all diese Bilder zusammengerechnet und für die Endbearbeitung in Lightroom und Photoshop vorbereitet...

Zuvor nutzte ich dazu die Programme DSS (DeepSkyStacker) und Fitswork, welche aber nicht an die Genauigkeit von PI herankommen!!

 

Ihr seht also... diese faszinierenden Fotos von planetarischen Nebeln, Sternen und entfernten Galaxien, sind ziemlich aufwändig und zeitintensiv :-)

Kamera

Nikon D7200 Spiegelreflexkamera mit APS-C Sensor (Kleinformat), seit Winter 2018 astromodifiziert
(--> heisst, der IR-Filter vor dem Sensor wurde entfernt und durch einen UVI-Filter ersetzt. So können die Rotanteile der interstellaren Emissionsnebel besser abgebildet werden.)

Nachführungsmontierung

EQ6-R pro

 

Die Montierung trägt das Teleskop sowie die daran angebrachte Kamera.

In der Montierung ist ein Motor untergebracht welcher die Erdrotation während der Aufnahme ausgleicht.

So sind Langzeitbelichtungen von vielen Minuten möglich.

 

(Foto von der Website: https://teleskop-austria.at)

Teleskop

250/1000 (10", f4)

Carbon Fotonewton mit OctoPlus Okularauszug, Komakorrektor und Fangspiegelheizung

 

Entspricht einer Brennweite von 1000mm!

 

(Foto von der Website: https://teleskop-austria.at)

Autoguider

Lacerta Mgen3

 

Der Mgen sorgt mit seiner Spezialkamera am Guidescope für eine extrem genaue Nachführung, da er die Sterne in seinem Sichtfeld behält und anhand dieser, Fehler in der Nachführung ausgleicht.

Im Zusammenspiel mit der Montierung können Belichtungszeiten so theoretisch unendlich sein!

 

(Foto von der Website: https://teleskop-austria.at)

Objektiv

Nikkor 70-200mm - AF-S 70-200/2.8 G ED VR II

 

(normales Objektiv, das ich auch für die restliche Fotografie gebrauche)

 

Objektiv

Nikkor 35mm F1,8 G ED AF-S

für Widefieldaufnahmen im Astrobereich

Sonnenfilter

Mit diesem Filter kann ich direkt in die Sonne fotografieren.

Zb. habe ich den bei der Sonnenfinsternis 2015 und beim Merkurtransit 2019 gebraucht.

Ohne diesen Filter würde das Objektiv irreparable Schäden nehmen und der Sensor der Kamera würde wortwörtlich verbrennen...

Nachführung

iOptron 3500 Sky Guider

 

Durfte ich für Foto-Zumstein Bern, Abteilung Astro, testen :-D

Besten Dank dafür!

 

Kurzes Fazit:

Mit 200mm Brennweite waren 5min Belichtungszeit kein Problem! Die Sterne waren noch immer punktförmig!

Sogar 600mm und 3min, waren auch kein Problem!! Da stiess dann aber das Objektiv an seine Grenzen, bezüglich Bildqualität...

 

Den Link zu Foto Zumstein findest du in der Rubrik "Links"

Nachführung

Vixen Polarie

(hier mit eingesetztem Polarsucher auf der Polhöhenwiege. Die Kamera wird im Bereich des Polarsuchers aufgesetzt.)

 

Funkfernauslöser

Aion von Photix für Nikon

Objektivheizung

Marke Eigenbau

 

Heizt das Objektiv und verhindert das Anlaufen oder das Einfrieren

Flatfieldbox

FFB20
zum erstellen von Flats-Frames

(s. Erklärung oben)

 

Powerbank

Marke "Urs Vogel"

 

Gesamtkapazität 12V 8Ah (2 x 3 Li-Ion Akkus à 3,7V in Serie)

 

- ein stufenlos geregelter Ausgang für die Objektivheizung, von 0 bis max. 2A

- ein USB Ausgang, 5V 1A, für die Stromversorgung der Nachführung
  und/oder ein iPhone oder so ;-)

 

Besten Dank an dieser Stelle an meinen Vater für die Konzeption und Ausführung dieses powergeladenen Wunderkastens ;-) 

Bildbearbeitung Pixinsight, Lightroom und Photoshop

Bis 2019 habe ich meine Astrobilder anstatt mit Pixinsight mit DSS und Fitswork bearbeitet.


Getestete Astro-Montierungen

(und als untauglich empfunden...)

Auf der Suche nach der (für mich) perfekten Astromontierungen, konnte ich ausser den oben aufgeführten, die ich derzeit nutze, auch die nachfolgenden eingehend testen.

 

Nachführung

SkyWatcher Star Adventurer

 

Nachführung:

iOptron SkyGuider

(Beispielbild mit montierter Kamera)

Nachführung:

SkyWatcher EQ-3 Astro