Astrofotografie / DeepSky

Astro-Selfie :-)

 

Kann man machen, wenn es für Astroaufnahmen einfach zu viel Wind hat...

Allerdings etwas mühsam wenn man alleine ist... Selbstauslöser auslösen, nach vorne rennen, in Position gehen, entspannt in die Cam lächeln... nacher zurück zur Cam, Bild unscharf, nochmals... ja es gab ein paar Versuche bis dieses Bild so sitzte :-D

 

Mein Newton Teleskop mit 1 Meter Brennweite und f4, von Lacerta, mit Octoplus Okularuszug, mit Velour ausgekleidet und Blendering auf dem Spiegel.
Montiert ist das Teleskop auf der EQ6-R Montierig. Das  Guiding und die Kamerasteuerung läuft mit dem MGen3 am 130mm Leitrohr. Eingenordet wird mittels auf der Montierung platzierten iPolar und dem Laptop 😊
Meine Cam ist eine astromodifizierte Nikon D7200. Auf dem Bild sieht man sie am Teleskop montiert.
Unten im roten Licht ist die Powerbox welche ich mit meinem Dad konstruiert und gebaut habe. Zurzeit bringt sie eine Leistung von 44Ah. Sie wird demnächst aber auf 66Ah ausgebaut! ⚡️💪🏼⚡️

Kurze Erklärung zur Technik

Auch in diesem Bereich arbeitete ich lange Zeti mit grundsätzlich ganz normalen Nikon-Kameras und den normalen Objektiven.

Mittleriweile ist bei meiner "Astro"-Kamera der Infrarotfilter ausgebaut worden. So kann ich nun die teils intensiven Rotanteile vieler Emissionsnebel etc. besser aufnehmen und abbilden.

 

Aktuell habe ich mich nun dafür entschieden, mich zu spezialisieren und habe mir dazu ein grosses Teleskop mit einem Meter Brennweite entschieden.
Dazu natürlich eine grössere Montierung für die Nachführung sowie einige weitere elektronische Helferlein um die Bilder klar abbilden zu können :-)

 

Da sich die Erde je bekanntlich dreht, braucht man bei dieser Fotografie eine Nachführung, auch Montierung genannt. Das heisst, ein Gerät das die Erddrehung ausgleicht, so dass die Kamera immer den selben Punkt am Himmel im Visier hat.

 

...und jetzt wird es kompliziert....

...ja genau, trotz zum Teil fast 200 Fotos in einer Astronacht, ergibt das im Endeffekt eigentlich nur ein endgültiges Foto.

Wenn ich nun 60 Fotos mache, jeweils mit einer Belichtungszeit von 2 Minuten, dann habe ich, wenn ich Zuhause die Fotos übereinander rechne, 120 min Licht gesammelt.

 

Dazu kommen dann noch drei  Serien von Spezialaufnahmen um verschiedene Arten von Rauschen aus dem Bild zu rechnen.:

 

- jeweils 30 "Dark-Frames" um die Hotpixels und das Kamerarauschen aus dem Bild zu rechnen.

- jeweils 30 "Bias-Frames" um das elektronische Hintergrundraschen des Sensors aus dem Bild zu rechnen.

- und jeweils 15 "Flatframes" um die Vignetierung und Verschmutzung auf der Linse/Sensor herauszurechnen.

 

Mittels dem Spezialprogramm, Pixinsight (PI), werden all diese Bilder zusammengerechnet und für die Endbearbeitung in Lightroom und Photoshop vorbereitet...

Zuvor nutzte ich dazu die Programme DSS (DeepSkyStacker) und Fitswork, welche aber nicht an die Genauigkeit von PI herankommen!!

 

Ihr seht also... diese faszinierenden Fotos von planetarischen Nebeln, Sternen und entfernten Galaxien, sind ziemlich aufwändig und zeitintensiv :-)

Mein aktuelles Equipment:

Kameras:

Kamera

Nikon D7200 Spiegelreflexkamera mit APS-C Sensor (Kleinformat), seit Winter 2018 astromodifiziert
(--> heisst, der IR-Filter vor dem Sensor wurde entfernt und durch einen UVI-Filter ersetzt. So können die Rotanteile der interstellaren Emissionsnebel besser abgebildet werden.)


Nachführung "Gross":

Für mittlere und kleinere DeepSky Objekte

Nachführungsmontierung

EQ6-R pro

 

Die Montierung trägt das Teleskop sowie die daran angebrachte Kamera.

In der Montierung ist ein Motor untergebracht welcher die Erdrotation während der Aufnahme ausgleicht.

So sind Langzeitbelichtungen von vielen Minuten möglich.

 

Foto www.teleskop-austria.at

Teleskop

250/1000 (10", f4)

Carbon Fotonewton mit OctoPlus Okularauszug, Komakorrektor und Fangspiegelheizung

 

Entspricht einer Brennweite von 1000mm!

 

Aufwertung der Fangspiegelspinne

Den Top-Teleskoptubus habe ich jedoch mit einer aus einem Stück Aluminium gefrästen Fangspiegelspinne aufgewertet! So hat man keine Probleme mehr mit verschobenen oder doppelten Sternspikes!

 

Stativsäule

Damit das Teleskop während der Nacht nicht ganz so schnell am Stativ ansteht, habe ich eine entsprechend hochwertige Stativsäule bestellt. So ist auch alles auf einer etwas angenehmeren Höhe um zu Arbeiten.

 

Foto:  www.astro-mechanik.de

 

 

ASI air pro
Damit die Sterne tatsächlich rund bleiben und ich den ganzen Aufbau während der Nacht nicht unnötig berühren und damit die Aufnahmen stören könnte, habe ich seit dem Sommer 2021 die ASIair!


Über die ASIair steuere ich via iPad die ganze Montierung! Von der Einnordung über das Polaraligment, bis zur Auslösung der Kamera kann ich nun alles über mein iPad steuern und kontrollieren.

 

Noch dazu wird mir per WiFi jedes einzelne Bild auf das iPad gesendet, wo ich es in aller Ruhe kontrollieren kann, ohne die Kamera zu stoppen, geschweige denn zu berühren!

GuideCam

Zur ASIair wird die Guidecam ASI 120mm mini von ASI angeboten. Diese eignet sich speziell gut zum Guiden meines Setups.

 

Foto: www.zwoasi.com

 

Guidescope

Damit die Guidingcam ein vernünftiges Bildfeld zur verfügung hat, habe ich mich hier für das Artesky Guidescope UltraGuide MKII 60mm entschieden!

Dieses verfügt über eine Brennweite von 240mm und eine Öffnung von 60mm, und schlussendlich folglich über ein Öffnungsverhältnis von f4.
Mit seinen 670 Gramm ist es zudem nicht all zu schwer.

Autofokusmotor

Zusammen mit der ASIair und der Guidingcam kaufte ich noch zusätzlich den Autofokusmotor, welcher auf den Okularauszug montiert wird, an welchem meine Aufnahmekamera hängt. Dieser sorgt dafür, dass die Bilder automatisch scharf gestellt werden und zusätzlich auch über die ASIair, resp. das iPad verstellt, resp. angepasst werden kann.

Eine echt gute Sache :-D

 

(Der Autofokusmotor ist das rote Kästchen mit der silbernen Platte davor. Mit dieser wird der Autofokusmotor am Okularauszug, hier Schwarz, auf den OAZ montiert. Zuvor wurde die Rändelschraube des OAZ auf der einen Seite abmontiert, so dass der Autofokusmotor nun das Drehen und damit die Scharfstellung übernimmt) 

Foto: www.astroshop.de

Sucher

Um mich am Himmel zurechtzufinden, resp. um besser zu sehen, wohin das Teleskop zeigt, habe ich auf dem Tubus den Radiant Sucher von Omegon montiert.

Dieser erlaubt mir durch die freistehende schräge Scheibe, auf welche Zielkreise projeziert werden, jederzeit leicht festzustellen wohin das Teleskop schaut.

Heizmanschette

Marke Lacerta

 

Heizt das das Guidescope und verhindert das Anlaufen oder das Einfrieren. An der grossen Montierung benutze ich die Heizmanschette ohne die mitgelieferte Regulierung. Ich kann die Manschette über meine Powerbox regulieren.

 

Foto: www.teleskop-austria.at

Flatfieldbox

Die passende Flatbox zu meinem Teleskop, zum erstellen von Flats-Frames

(s. Erklärung oben)

 

Foto: www.teleskop-austria.at

 

Sonnenfilter

Mit diesem Filter kann ich mit dem Teleskop in die Sonne fotografieren.

 

Ohne diesen Filter würde die Kamera irreparable Schäden nehmen, der Sensor der Kamera würde wortwörtlich verbrennen...

 

Foto: www.teleskop-austria.at

Powerbox II "Ursae Majoris"

 

12V 66Ah Blei-Gel Akku
(3 Akku à je 22Ah,in zwei separaten Koffern)

mit LED-Spannungsanzeige

(Laden via Car-Buchse / jedoch auch als Ausgang nutzbar)

 

- 2 USB-Ausgänge (erweiterbar auf 4 Stk. über
  Lade-Buchse)

- 3 stufenlos dimmbare Ausgänge für Heizungen,
   mit LED-Anzeigen (Volt)

- 2 Steckplätze für parallelen Betrieb von 2
  Kameras

 - 4 Anschlüsse für externe Stromverbraucher 12V

 - dimmbare Beleuchtung, wahlweise Rot/Weiss

- alle Anzeigen abstellbar via Knopfdruck

- Wahlweise Rot- oder Weisslicht, dimmbar

 

 --> Auch hier, besten Dank an meinen Vater für die tolle professionelle Umsetzung meiner 1000 Wünsche und Änderungen wärend der ganzen Bauzeit ;-)

 


Nachführung "Klein"

Für grosse DeepSky-Objekte

Nachführung

iOptron 3500 Sky Guider

 

Durfte ich für Foto-Zumstein Bern, Abteilung Astro, testen :-D

Besten Dank dafür!

 

Kurzes Fazit:

Mit 200mm Brennweite waren 5min Belichtungszeit kein Problem! Die Sterne waren noch immer punktförmig!

Sogar 600mm und 3min, waren auch kein Problem!! Da stiess dann aber das Objektiv an seine Grenzen, bezüglich Bildqualität...

 

Den Link zu Foto Zumstein findest du in der Rubrik "Links"

iPolar von iOptron

 

Praktisches Helferlein um die Montierung genau auf den Polarstern ausrichten zu können.

 

Der iOptron ist eine kleine Kamera, welche man auf  die Montierung setzt und an einen Laptop anschliesst.

Danach nimmt diese kleine Kamera den Sternenhimmel auf und das Programm speichert das Foto.

Anschliessend wird die Montierung um 45 Grad gedreht und es wird erneut ein Foto gemacht, welches gespeichert wird. Danach folgt nochmals eine 45 Grad Drehung und Speicherung des Fotos.

 

Aufgrund dieser drei Fotos weiss das Programm in welcher Position die Montierung steht und in welcher Richtung die Montierung mit den Stellschrauben korrigiert werden muss. 

In welche Richtung korrigiert werden muss, wird einem auf dem Bildschirm des Laptops mittels einer Grafik angezeigt.

 

Die Einnordung mit dieser Variante ist viel genauer und auch komfortabler als mit der alt hergebrachten! Den iPolar möchte ich nicht mehr missen!

Objektiv

Nikkor 70-200mm - AF-S 70-200/2.8 G ED VR II

 

(normales Objektiv, das ich auch für die restliche Fotografie gebrauche)

 

Objektiv

Nikkor 35mm F1,8 G ED AF-S

für Widefieldaufnahmen im Astrobereich

Funkfernauslöser

Aion von Photix für Nikon

Heizmanschette

Marke Lacerta

 

Heizt das Objektiv und verhindert das Anlaufen oder das Einfrieren. Hier brauche ich das mitgelieferte Regulierungstool.

 

Foto: www.teleskop-austria.at

Flatfieldbox

FFB20
zum erstellen von Flats-Frames

(s. Erklärung oben)

 

Sonnenfilter

Mit diesem Filter kann ich direkt in die Sonne fotografieren.

Zb. habe ich den bei der Sonnenfinsternis 2015 und beim Merkurtransit 2019 gebraucht.

Ohne diesen Filter würde das Objektiv irreparable Schäden nehmen und der Sensor der Kamera würde wortwörtlich verbrennen...

Powerbox I "Ursae Minoris"

 

12V 8Ah (2 x 3 Li-Ion Akkus à 3,7V in Serie)

 

- 1 stufenlos geregelter Ausgang für die Objektivheizung,bis max. 2A

- 1 USB Ausgang, 5V 1A, für die Stromversorgung der Nachführung
  und/oder ein iPhone oder so ;-)

 

--> Besten Dank an dieser Stelle an meinen Vater für die Konzeption und Ausführung dieses powergeladenen Wunderkastens ;-) 


Reisenachführung

Für Milchstrasse und Übersichtsaufnahmen

Nachführung

Vixen Polarie auf Fotostativ

(hier mit eingesetztem Polarsucher auf der Polhöhenwiege. Die Kamera wird im Bereich des Polarsuchers aufgesetzt.)

 


Software zur Bearbeitung der Rohbilder:

Pixinsight, Lightroom und Photoshop

Bis 2019 habe ich meine Astrobilder anstatt mit Pixinsight, mit DSS und Fitswork bearbeitet.


ehemaliges echt gutes Equipment

Autoguider

Lacerta Mgen3

 

Der Mgen sorgt mit seiner Spezialkamera am Guidescope montiert, für eine extrem genaue Nachführung, da er die Sterne in seinem Sichtfeld behält und anhand diesen, Fehler in der Nachführung automatisch über die Antriebe der beiden Achsen ausgleicht.

Im Zusammenspiel mit der Montierung können Belichtungszeiten so theoretisch unendlich sein!

 

(Foto von der Website: https://teleskop-austria.at)


Getestete Astro-Montierungen

(und als untauglich empfunden...)

Auf der Suche nach der (für mich) perfekten Astromontierungen, konnte ich ausser den oben aufgeführten, die ich derzeit nutze, auch die nachfolgenden eingehend testen.

 

Nachführung

SkyWatcher Star Adventurer

 

Nachführung:

iOptron SkyGuider

(Beispielbild mit montierter Kamera)

Nachführung:

SkyWatcher EQ-3 Astro